cake session #4 

nullkommanullvier kubikmeter: LOURENÇO SOARES

Sa, 6. November 2021, 14 Uhr

Besuch des Natur-Museum Luzern und Gespräch mit Filipa Ramos

Treffpunkt: Vor dem Natur-Museum, Kasernenplatz 6, 6003 Luzern

Lourenço Soares (*1991 in Lissabon, lebt und arbeitet in Zürich) beschäftigt sich mit der im KEINRAUM gezeigten Arbeit «The Naturalist’s Doubt (knowledge & furniture)» mit der Frage, wie es dazu kommt, dass wir Dinge töten, um sie für uns zu konservieren und auszustellen. Die Videoarbeit findet durch den fiktiven Chatverlaufs eines Naturforschers eine eigene Sprache, um die von uns erfundenen Geschichten hinter gesammelten Objekten in naturhistorischen Museen zu analysieren.

Soares beschäftigt sich in seiner künstlerischen Praxis mit Sprachökologien und Wissensrepräsentation(en). Ein besonderes Augenmerk hat er auf die Schrankvitrinen und Dioramen gelegt: Ersteres ermöglichen Sammler*innen, ihre ausgewählten Exponate im oberen Teil hinter Glas auszustellen, und den Rest im unteren Teil unsichtbar aufzubewahren. Zweiteres stellt Tiere oder andere Organismen in einer stark überromantisierten Umgebung aus, die ihr natürliches Ökosystem nachbilden soll. 

Mit diesem Hintergrund besuchen wir in der cake-session #4 mit Lourenço Soares und der Kuratorin Filipa Ramos das Natur-Museum in Luzern. Anschliessend laden wir dazu ein, bei Kuchen und Kaffee gemeinsam über gesammelte Eindrücke und Fragen zu Lourenço Soares’ Arbeit zu diskutieren.

Anmeldung bis zum 5. November mit Anzahl Personen unter keinraum@gmx.ch

Das Gespräch findet auf Englisch statt.







Lourenço Soares (*1991 in Lissabon, lebt und arbeitet in Zürich) beschäftigt sich in seiner künstlerischen Praxis mit Sprachökologien und Wissensrepräsentation(en). Die im KEINRAUM gezeigte Videoarbeit befragt durch den Chat eines Naturforschers die Menschen als Sammler:innen und Aneigner:innen von Natur. Wie kommt es, dass wir Dinge töten, um sie für die Ewigkeit – für uns – auszustellen? Wie beschreiben und ordnen wir die Objekte ein? Wie sprechen wir darüber? Der Chat als schnelles elektronisches Kommunikationsmittel steht im Kontrast zum Stein, der sich über einen langen Zeitraum hinweg seine Präsentationsmöbel einverleibt hat. «The Naturalist’s Doubt (knowledge & furniture)» dekonstruiert komplexe Fragen und Diskurse rund um die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt. Die Arbeit findet eine eigene Sprache, um die von uns erfundenen Geschichten hinter den gesammelten Objekten im Kontext von naturhistorischen Museen zu analysieren; denn es ist herausfordernd, tote Objekte lebendig wirken zu lassen.

Der Artikel zur Vernissage am Kunsthoch 2021 von zentralplus.